Grundsätzliches

Hintergrund

Mit der Integrationsvorlehre INVOL will der Bundesrat die berufliche Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen fördern. Das Pilotprogramm startete im August 2018 und ist vorderhand auf vier Jahre angelegt. Die Umsetzung liegt bei den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt. Der Kanton Luzern bietet die INVOL für Lernende aus allen Zentralschweizer Kantonen (LU, NW, OW, SZ, UR, ZG) an.

Zweck

Die INVOL bereitet auf den Einstieg in eine berufliche Grundbildung vor (eidgenössisches Berufsattest EBA oder eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ).

Aufbau

Die INVOL dauert ein Jahr. Die Lernenden arbeiten in der Regel an drei Tagen pro Woche im Betrieb, an zwei Tagen besuchen sie ein Brückenangebot zur sprachlichen und allgemeinbildenden Förderung. Im Betrieb sammeln die Lernenden praktische Erfahrung im angestrebten Berufsfeld, in den branchenspezifischen Kompetenzzentren erwerben sie berufsfeldbezogene Kompetenzen (Fachsprache, Berufskunde). Die fachlichen Inhalte bestimmen die Organisationen der Arbeitswelt.

Arbeitsbewilligung / Meldepflicht

Ab dem 1. Januar 2019 gilt für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von vorläufig Aufgenommenen (F) und anerkannten Flüchtlingen (B) das vereinfachte Meldeverfahren. Das Bewilligungsverfahren entfällt. Die Meldung ist durch den Praktikumsbetrieb in elektronischer Form an die zuständige kantonale Behörde am Arbeitsort zu übermitteln. Die Meldung ist kostenlos.
Kantonale Behörden für Meldeverfahren

Im Kanton Luzern wird dem Betrieb eine vorausgefüllte Version durch das Zentrum für Brückenangebote zur Verfügung gestellt. Im Ausnahmefall (kein Internetzugang) kann das Formular auf dem Postweg eingereicht werden. 
Das Formular ist hier zu finden:
Meldeformular 

Quellensteuern

INVOL-Praktikanten sind quellensteuerpflichtig.
Damit die Steuerbehörde über eine neue Anstellung informiert ist, muss der Stellenantritt von quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmenden angemeldet werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Anmeldung innert acht Tagen mit dem dafür vorgesehenen Formular der zuständigen Steuerbehörde zu melden. Das Formular kann bei der Dienststelle Steuern angefordert oder via Internet heruntergeladen werden.