Geschichte 25/40 Jahre

40 Jahre Landwirtschaftsschule und 25 Jahre Bildungs- und Beratungszentrum

1976 Startschuss der Bergbauernschule
Auf Initiative von Entlebucher Politikern und engagierten Bauern eröffnet der Kanton Luzern in Schüpfheim eine landwirtschaftliche Schule (Bergbauernschule) als Zweigschule der landwirtschaftlichen Schule Willisau. Es wird abwechslungsweise in einem Winter der 1. Winterkurs und im folgenden Winter der zweite Winterkurs durchgeführt. Die Leitung der Schule übernimmt Josef Flühler aus Horw. Die weiteren Lehrkräfte werden von Willisau zugezogen. Als Schulgebäude dient das ehemalige Kinderheim (heute Entlebucher-Haus). Dort befindet sich auch die landwirtschaftliche Berufsschule, welche neben den jungen Landwirten auch alle Schulabgänger, die keine Berufsausbildung absolvieren, besuchen müssen. Die Berufsschule wird von Heinz Schnider aus Flühli geleitet.

1981 Jedes Jahr ein neuer Winterkurs
Auf Grund der vielen Anmeldung entschliesst sich der Kanton für zwei Kurse pro Winter (je einen 1. und einen 2. Winterkurs). Damit werden nebst dem Schulleiter drei weitere Lehrer in Schüpfheim fest angestellt.

1982 Tod des Schulleiters Josef Flühler
Der Schulleiter Josef Flühler stirbt unerwartet im Dezember mitten im Schulbetrieb der zwei Winterkurse.

1983 Eröffnung Bäuerinnenschule
Der Kanton entschliesst sich 1982 zusätzlich zur Landwirtschaftlichen Schule eine Bäuerinnenschule in Schüpfheim zu eröffnen, weil die Schulen in Sursee und Willisau stark überlastet sind. Dieser Kurs findet im Sommer statt und es können die gleichen Schulräumlichkeiten genutzt werden. Der Umbau im Schulhaus mit Küche und zusätzliche Zimmer für den Fachunterricht werden im Winter und Frühjahr 1983 in sehr kurzer Zeit verwirklicht. Als neuer Schulleiter wird Vincenz Blum gewählt.

1984 Selbständigkeit
Die Landwirtschaftliche Schule Schüpfheim (dieser Name löst definitiv den Namen Bergbauernschule ab) wird von der Schule Willisau getrennt und erlangt als vierte landwirtschaftliche Ausbildungsstätte im Kanton Luzern die Selbständigkeit.

1986 Entscheid für neues landwirtschaftliches Bildungszentrum
Der Kanton Luzern macht zum 600-jährigen Gedenkjahr von der Schlacht bei Sempach an alle luzerner Regionen ein Geschenk. Dem Amt Entlebuch schenkt der Kanton das "Entlebucher-Haus". Daher muss für die Landw. und Bäuerinnenschule ein neues Gebäude geplant und gebaut werden. Dazu ist die kantonseigene Landparzelle Büel vorgesehen. Bald schon beginnen die Planungen und es wird ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Das Projekt vom Architekturbüro von Hansueli Huggler aus Brienz gewinnt den Wettbewerb und erhält den Auftrag für die Planung des Schulhauses. 1989 beginnen die Bauarbeiten und für den Herbst 1991 ist der Bezugstermin festgelegt.

1988 Gutsbetrieb Büffig
Der Landwirtschaftsbetrieb des Wohn- und Pflegezentrums wird dem Kanton als Schulgutsbetrieb zur Pacht angeboten. Der Pachtvertrag auf 50 Jahre ausgestellt und es wird festgelegt, dass der Kanton als Pächter für den Unterhalt und Ersatz der Gebäude aufkommen muss. Als Betriebsleiter wird Josef Odermatt angestellt.

1991 Umzug ins neue Haus
Im September 1991 können die neuen Gebäude im Chlosterbüel 28 bezogen werden.
Auf eine Heizung wurde bewusst verzichtet und die Wärmeenergie über eine Fernleitung vom Heilpädagischen Zentrum (HPZ), damals noch Sonderschule, bezogen. Schon damals war geplant, später eine Holzschnitzelheizung zu bauen und damit dann auch das HPZ und die zwei Mehrfamilienhäuser der Luzerner Pensionskasse am Klosterweg zu beheizen.

1998 UNESCO Biosphäre Entlebuch
Unter dem Namen Lebensraum Entlebuch wird das Projekt UNESCO Biosphäre angegangen, Volksabstimmungen vorbereitet und die Anmeldungen bei der UNESCO in die Wege geleitet. Das Projektteam ist von Anfang an in den Räumlichkeiten am BBZN eingemietet. Im Jahre 2000 erfolgen die Volksabstimmungen in den Gemeinden und im Jahre 2001 wird das Entlebuch als UNESCO Biosphäre anerkannt.

1999 Stilllegung der Landwirtschaftlichen Schule Willisau
Im Sommer 1999 wird die Schule in Willisau geschlossen. Deshalb verdoppelt sich die Schülerzahl in Schüpfheim. Es werden nun alle Kurse doppelt geführt. Unterricht und Beratung von Willisau und Schüpfheim werden im Bildungs- und Beratungskreis Luzern-West zusammengefasst. Kontinuierlich werden in Schüpfheim Arbeitsplätze für Lehrer und Berater ausgebaut.

2001 Letzter Sommerkurs Bäuerinnenschule
Auf Grund der knappen Anmeldungen wird der geschlossene Sommerkurs nicht mehr angeboten. Der offene Kurs wird von Sursee und Schüpfheim gemeinsam angeboten.

2000 Waldregion Entlebuch
Bereits seit der Eröffnung 1991 befindet sich das Büro des Oberförsters vom Oberen Amt Entlebuch im Westtrakt des Gebäudes. Auf Grund der Neuorganisation der Forstreviere beziehen nun auch die Revierförster ihre Büroräumlichkeiten im Obergeschoss. Dazu wird ein Mehrzweckraum in ein Grossraumbüro umgenutzt.

2005 Abgabe des Gutsbetriebes
Der Gutsbetrieb als Landwirtschaftsbetrieb der öffentlichen Hand des Kantons kann keine Direktzahlungen beziehen. Daher wird aus Spargründen auf die selbständige Weiterführung des Gutsbetriebes verzichtet. Der Betrieb wird an die Familie Riebli unterverpachtet.

2009 Beginn der 3-jährigen Lehre
Auf Grund der Angleichung der landwirtschaftlichen Ausbildung an die anderen Berufe wird neu eine dreijährige Lehre angeboten. Im Herbst 2009 beginnt das 1. Lehrjahr mit der Ausbildung gemäss der neuen Bildungsverordnung (Bivo). In den kommenden 2 Jahren werden auch die weiteren Lehrjahre auf das neue Bildungssystem umgestellt.

2012 eine Klasse Nachholbildung (NHB)
In dieser Ausbildung erlangen die Teilnehmer innerhalb von drei Jahren mit je einem Schultag pro Woche das Eidg. Fähigkeitszeugnis zum Landwirt (EFZ). Voraussetzung ist eine Beschäftigung von mind. 50% in der Landwirtschaft, eine abgeschlossene Erstausbildung und das minimale Alter von 25 Jahren bei Beginn der Ausbildung.

Schulleiter, Direktoren, Prorektoren vom BBZN Schüpfheim
1976 bis 1982: Josef Flühler, Schulleiter
1983 bis 1985 Vincenz Blum, Schulleiter
1985 bis 1992: Vincenz Blum, Direktor
1992 bis 1998: Stefan Felder, Direktor
1998 bis 2004: Christoph Böbner, Direktor
2004 bis 2011: Stefan Heller, Prorektor
2011 bis heute: Ruedi Tschachtli, Prorektor