Illettrismus

Illettrismus beschreibt das gesellschaftliche Phänomen, dass viele Menschen trotz langjährigem Schulbesuch über mangelnde Lese- und Schreibkompetenzen verfügen.
In der Schweiz sind rund 800‘000 Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen betroffen. Sie sind in verschiedenen Berufsfeldern tätig.

SRF 3 Input Illettrismus - Wie der Kampf gegen die Buchstaben gelingt.

Jeder Zehnte in der Schweiz hat grosse Probleme mit Lesen und Schreiben. Oft merken wir das kaum, denn diese Menschen sind Meister im Verstecken. Schreibarbeiten werden jahrelang an Partner und Vertrauenspersonen delegiert. Es droht dennoch soziale Ausgrenzung, denn mit Facebook und Co. leben wir in einer Schreibkultur.

Am Sonntag, 23. April 2017, 20.03 Uhr wurde der Input auf SRF 3 ausgestrahlt. Hören Sie sich jetzt den Beitrag an.

boggsen

Im Film "boggsen" von Jürg Neuenschwander sprechen zehn Menschen über ihre Lese- und Schreibschwäche (Illettrismus). Die meisten dieser Menschen haben gelernt, ihre Schwäche im Alltag zu verbergen. Sie haben gelernt, dass unsere Gesellschaft für ihre Schwäche kein Verständnis hat und sie gedankenlos als dumm und faul abstempelt. Nun erzählen sie, warum sie sich entschlossen haben, sich aus ihrem unsichtbaren Käfig zu befreien.

Sehen Sie sich hier den Trailer zum Film an: