Coronavirus

Neues Coronavirus und die Berufsbildung in der Schweiz
Die aktuelle Corona-Situation wirkt sich stark auf die Berufsbildung aus und führt insbesondere zu zahlreichen Vollzugsfragen. Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich unter Federführung des Steuergremiums «Berufsbildung 2030» auf ein gemeinsames, nationales Vorgehen mit Hauptfokus der beruflichen Grundbildung geeinigt. Das Steuergremium informiert hier die Akteure der Berufsbildung fortlaufend über gemeinsame nationale Massnahmen und Beschlüsse.

 

26.03.2020
SBBK unterstützt überbetrieblich Kurszentren
Die Verbundpartner suchen momentan mit Hochdruck nach umsetzbaren Lösungen für den Vollzug der Berufslehren, mit dem Ziel, allen Lernenden im letzten Jahr ihrer Lehre einen Abschluss zu ermöglichen. Die laufenden Diskussionen und Lösungsfindungen betreffen auch die überbetrieblichen Kurse und ihre Finanzierung.

 

25.03.2020
Informationen des SBFI zur Höheren Berufsbildung
Auf der Webseite des SBFI sind die aktuellen Informationen über Eidgenössische Berufsprüfungen (BP), eidgenössische höhere Fachprüfungen (HFP), Bildungsgänge und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen (HF) zu finden.

 

23.03.2020
Qualifikationsverfahren gestoppt
Die Verbundpartner rufen die Akteure der Berufsbildung auf, mit der Durchführung der anstehenden Qualifikationsverfahren (QV) der beruflichen Grundbildung zu warten, bis entsprechende Empfehlungen vorliegen. Dies beschloss die SBBK am 19. März 2020. 

Was dieser Entscheid im Rahmen der Abschlussprüfungen der Berufsmaturität bedeutet, wird in den kommenden Tagen geklärt. 

Für die praktischen und theoretischen Abschlussprüfungen (inkl. IPA) bedeutet dies:
- Bis auf weiteres werden keine Abschlussprüfungen durchgeführt.
- Laufende Prüfungen sind per sofort zu stoppen.
- Die nationale Arbeitsgruppe hat am 19. März ihre Arbeit aufgenommen und erarbeitet mögliche Szenarien.
- Aktuell ist der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Abschlussprüfungen unbekannt. Weitere Informationen sind auf Anfang April zu erwarten.
 
Aufgrund der aussergewöhnlichen Lage sind neue Lösungen für die QV gefragt. Deshalb wurden anlässlich der kantonalen «Task Force QV»-Sitzung vom 19. März Varianten und mögliche Anpassungen diskutiert. Alle Vorschläge und Lösungsansätze werden in die nationale Arbeitsgruppe eingebracht.
 
Weitergeführt werden die digitalen Prüfungen und Lernstands-Kontrollen an den Schulen der DBW die keine Präsenz der Lernenden in der Schule erfordern.

 

SBBK: Die Corona-Krise darf nicht zu einer Schwächung der Berufsbildung führen
Alle Betriebe werden weiterhin auf Fachkräfte angewiesen sein. Das heisst, es ist im eigenen Interesse der Lehrbetriebe, den beruflichen Nachwuchs zu rekrutieren und auszubilden.

Der Bundesrat hat deshalb am 20. März 2020 in Zusammenhang mit den Auswirkungen des Coronavirus entschieden, dass sich die Kurzarbeitszeitentschädigung neu auch auf Lernende erstreckt.

Zudem appellierte der Bundesrat an der Medienkonferenz, auf Lehrvertragsauflösungen möglichst zu verzichten. Weitere Informationen Massnahmenpaket

 

18.03.2020
Aktualisierte Informationen
Der Bundesrat sowie die Kantonsregierung haben Entscheidungen bezüglich Eindämmung des Corona Virus getroffen.
Der Bundesrat hat den Präsenzunterricht für die Sekundarschule II verboten – an allen Schulen wird Fernunterricht praktiziert. Zudem wurden Regelungen für die Qualifikationsverfahren erlassen. Aktuell gelten diese Vorgaben bis mindestens am 19. April 2020. Die Bildungspartner arbeiten im Hintergrund koordiniert an Lösungen, sollte es zu einer allfälligen Verlängerung dieser Massnahmen kommen. Die Informationen erfolgen jeweils schnellstmöglich und werden auch laufend den aktuellsten Begebenheiten angepasst. Bitte informieren Sie sich deshalb laufend auf dieser Webseite über den aktuellen Stand. 

Für die Berufsbildung gelten mindestens bis Sonntag, 19.4.2020 folgende Rahmenbedingungen:

Der Unterricht resp. schulisches Lernen findet grundsätzlich gemäss vorgesehener Wochenplanung im Homeoffice der Lernenden - d. H. zu Hause mit Aufgaben der Schule - statt. Allenfalls kann der Lehrbetrieb dafür seine Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Die Lernenden sind grundsätzlich online erreichbar.
Sofern dies in einem Fachbereich nicht oder noch nicht möglich ist, informiert die Schule die Lernenden und die Betriebe, dass an diesem Tag die Schule ausfällt und die Lernenden im Lehrbetrieb arbeiten.

Die Schulen haben bereits ihre Dispositionen an die Lernenden / Lehrbetriebe kommuniziert. Und zwar über Sephir, Office 365 oder E-Mail sowie auf der Webseite der entsprechenden Schule. Die Schule ist Ansprechpartnerin für ihre Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrbetriebe. Sie kommuniziert im Rahmen der übergeordneten Vorgaben.
Achtung: Die Berufsfachschulen handhaben dies unterschiedlich.

Homeoffice
Lehrpersonen
: Nachdem der Fernunterricht organisiert ist werden Lehrpersonen vermehrt im Homeoffice arbeiten. Dies wir durch die Rektorinnen und Rektoren der einzelnen Schulen entschieden. Sie berücksichtigen dabei technische, betriebliche und organisatorische Aspekte.
Verwaltung: Sofern es betrieblich möglich und sinnvoll ist, arbeiten Mitarbeitende der Verwaltung im Homeoffice. Die Vorgesetzten entscheiden im Einzelfall.
Aktuell erarbeitet der Kanton eine Übersicht, in welchen Departementen eine Überlastung vorhanden ist und wo Mitarbeitende ohne Arbeit dastehen. Hier werden in den nächsten Tagen Ausgleichsmassnahmen vorbereitet.

Das Verbot bzgl. Präsenzunterricht gilt auch für Überbetriebliche Kurse. Die Branchen entscheiden selbständig, ob sie einen Teil des Unterrichts digital durchführen können. Sie entscheiden über die Art des Unterrichts und informieren Ihre Lernenden und Betriebe über die Durchführungsmodalitäten oder Absage des Unterrichts. Bei Absage des üK arbeiten die Lernenden im Betrieb.

Lehrabschluss und Qualifikationsverfahren 2020
Gemäss Verordnung 2 (3. Abschnitt, Art. 5, Abs.2) des Bundesrates über «Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» können Prüfungen, für die bereits ein Termin festgelegt wurde, unter Einhaltung geeigneter Schutzmassnahmen durchgeführt werden. Im Kanton Luzern ist eine «Task Force QV» eingesetzt worden, welche die nationalen Entscheide vor Ort mit den verantwortlichen Chefexpertinnen und Chefexperten umsetzen wird. Die Chefexpertinnen und Chefexperten informieren laufend die Lernenden / Betriebe.
Betriebe
Betriebe werden parallel zu den obigen Informationen über die Kommunikationskanäle der Schulen und üK-Zentren sowie von den Chefexpertinnen und Chefexperten informiert. Wir bitten Sie sicherzustellen, dass diese verbindlichen Informationen die verantwortlichen Personen in den Betrieben erreichen.

Alle Auslandaufenthalte als Einzel- oder Gruppenmobilitäten, die bis vor den Sommerferien geplant sind, werden abgesagt.

Weitere Schulen 
Alle Schulen der Höheren Berufsbildung und der Weiterbildung sind ebenfalls vom Unterrichtsverbot betroffen. Sie informieren ihre Studierenden direkt über ihre Dispositionen. 
Das SBFI wird im Austausch mit der Konferenz HF gemeinsam nationale Lösungen suchen, insbesondere bezüglich der laufenden Anerkennungsverfahren HF. Was die eidgenössischen Prüfungen betrifft, sind die Trägerschaften gebeten, sich bei offenen Fragen ans SBFI zu wenden. Beispielsweise können Prüfungen unter Umständen zeitlich verschoben werden. Siehe auch Communiqué SBFI, Abschnitt D  

BIZ – Beratungs- und Informationszentrum für Bildung und Beruf
Das Informationszentrum ist seit Montag 16.3.2020 geschlossen. Die Veranstaltungen der Abteilung BIZ finden nicht statt. Dies gilt bis mindestens 19. April 2020
Das BIZ bietet weiterhin individuelle Beratungs-  und Unterstützungsgespräche an, verlegt diese aber auf telefonische Beratung und Unterstützung. Zum BIZ

Neue Informationen zur Situation, die die Berufsbildung betreffen erhalten Sie laufend an dieser Stelle.

Wir danken allen Akteurinnen und Akteuren der Berufsbildung, dass sie dazu beitragen die Ausbildung unserer Lernenden auch unter diesen ausserordentlichen Bedingungen sicherzustellen.

 

Mehr Informationen zur aktuellen Situation finden Sie auch hier:
Auf der Homepage des BKD sind die Informationen zum Coronavirus (COVID-19) sowie der aktuelle Stand in Sachen Bildung und Kultur in Luzern im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufgeschaltet.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus im Kanton Luzern.

Generell halten wir uns an die Vorgaben das BAG. Die Informationen gibt es auch in leichter Sprache sowie in Gebärdensprache.