Digitales Prüfen an kantonalen Schulen

Projektleiter BKD: Reto Buchmann

Teilprojektleiter DBW: Herbert Eugster

 

10.03.2021

«Moodle» ist das Werkzeug für digitales Prüfen an kantonalen Schulen

An den Kantonalen Gymnasien und Berufsfachschulen sollen die Schülerinnen und Schüler künftig auch digital geprüft werden können. Ein entsprechendes Projekt wurde im Bildungs- und Kulturdepartement gestartet, die Einführung einer einheitlichen Prüfungsplattform ist etappenweise bis Schuljahr 2022/23 geplant. Damit werden auch die Forderungen aus der Umfrage zum Corona-bedingten Fernunterricht konkretisiert und die Digitalisierung im Bildungsbereich vorwärtsgetrieben.

Mit der schrittweisen Einführung von BYOD (bring your own device) für alle Lernenden der kantonalen Schulen ist seit mehreren Jahren viel Wissen bezüglich digitaler Medien im Unterricht verknüpft. Die Schulen sind mit der entsprechenden Infrastruktur ausgerüstet, die Lernenden nutzen ihr Gerät im Unterricht und fürs Lernen zuhause. Prüfungen finden meist auf Papier oder schon digital, aber je nach Schule mit ganz unterschiedlichen Tools statt. Dies soll sich ab Schuljahr 2022/23 ändern: mit der Einführung von Moodle als Prüfungssoftware wird es möglich sein, Prüfungen auf einer einheitlichen kantonalen Plattform digital und online zu absolvieren. An den Kantonsschulen und an den Berufsfachschulen laufen bereits erste Versuche dazu.

Moodle wurde vom Projektteam «Digital Prüfen» unter der Leitung von Reto Buchmann und unter Einbezug von Fachleuten aus den beiden involvierten Dienststellen DBW und DGym evaluiert. Sie wird nun als einheitliches, digitales Prüfungstool für sichere, rechtsgültige Prüfungen (z.B. QV oder Maturitätsprüfungen) wie auch für Prüfungen mit breiter Anwendung (z.B. Semesterprüfungen) etabliert. Mit der Einführung von Moodle findet keine Ablösung der analogen (Papier-)Prüfungen statt, sondern bietet vielmehr eine Ergänzung zu den bisherigen Prüfungsformen. Die konzeptionelle Schulung der Lehrpersonen, wie digitalen Prüfungen erstellt und absolviert werden, ist Bestandteil des Projekts, wie auch organisatorische Fragestellungen und die Implementierung der neuen Prüfungsplattform.

Vielfältiges Tool
Mit digitalen Prüfungen können Prüfungssituation durch digitale Werkzeuge erweitert werden und neue Kompetenzen und Lernziele geprüft werden. Es besteht die Möglichkeit Audio/Videosequenzen einzubinden oder interaktive Fragetypen zu verwenden. Je nach Prüfungsart kann das System Fragen automatisch bewerten und die Lehrperson so bei der Korrektur unterstützen. Je länger mit Moodle gearbeitet wird, umso mehr Prüfungsfragen sind digital vorhanden, wovon die Lernenden wieder profitieren können, wenn sie dies Fragen als Übungsaufgaben lösen können.

Der Projektzeitplan sieht vor, dass ab dem Schuljahr 22/23 Moodle an den Schulen schrittweise eingeführt wird, mit dem Ziel die ersten Maturaprüfungen und den ersten Teil der ABU-Schlussprüfung im Jahr 2023 digital durchzuführen.

 

19.11.2019

Der Lead für dieses Projekt liegt bei Reto Buchmann, BKD. Er verfolgt mit einer Arbeitsgruppe bestehend aus ICT Koordinatoren/innen aus den BFS und der Gymnasialen Bildung folgendes Projektziel: An den kantonalen Schulen in Luzern können Prüfungen ab dem Schuljahr 2021/2022 mit BYOD Geräten elektronisch durchgeführt werden. Beim 1. Workshop am 10. September 2019, wurde eine Auslegeordnung vorgenommen sowie eine erste Runde zur Ideenfindung gestartet. Der 2. Workshop fand am 12. November 2019 statt und hatte das Ziel, die Anforderungen an «digitales Prüfen» zu definieren und konkretisieren. In einem nächsten Schritt werden die gemachten Erkenntnisse und Anforderungen zusammengefasst und als Grundlage für die Entscheidung über das weitere Vorgehen verwendet.