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BBZ Natur und Ernährung

Paralandwirtschaft

Erleben, Geniessen, Entdecken

Für initiative Bäuerinnen und Bauern ist der Agrotourismus (Beherbergung, Gastwirtschaft und Erlebnisaktivitäten) und die Direktvermarktung eine Chance, zusätzliche Wertschöpfung zu generieren. Im Bereich Paralandwirtschaft sind zudem Projekte möglich, die sehr nahe mit der Landwirtschaft verbunden sind (Übernachten in der Natur, Erlebnis Landwirtschaft, Direktvermarktung, Stellplätze, Sozialtherapeutische und pädagogische Angebote auf dem Bauernhof etc.). Die Veredelung von hofeigenen Produkten, die Steigerung der Wertschöpfung auf dem Hof und der Kontakt zur nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung sind Triebfedern für diese Tätigkeit. Durch die Verknüpfung dieser Angebote mit den landwirtschaftlichen Betriebszweigen erhalten Gäste einen Einblick in das Leben auf dem Bauernhof. Schöne, naturnahe Erlebnisse wirken lange nach, schaffen Verbundenheit und fördern ein positives Image für die Landwirtschaft. 

    

Ziele und Vorteile von Agrotourismus für Bäuerinnen und Bauern

  • Ein authentisches Angebot schaffen, welches der urbanen Bevölkerung Einblick in die Produktion, Kulinarik, Kultur der Landwirtschaft gibt
  • Verständnis zwischen Landwirtschaft und der nicht bäuerlichen Bevölkerung zu stärken
  • Möglichkeit, mit der nicht bäuerlichen Bevölkerung in Kontakt zu treten und Missverständnisse zu klären
  • Hof-Produkte ohne Zwischenhandel an den Endkonsumenten verkaufen
  • Arbeitsplatz zu Hause bietet viele Vorteile (selbstständige Arbeitsplanung, unabhängig von ÖV…)

     

Wir unterstützen Sie bei Fragen zu:

  • Lebensmittelgesetz und Deklaration
  • Preiskalkulation
  • Gästebewirtung
  • Betreuung auf dem Bauernhof (Carefarming)
  • Bildung auf dem Bauernhof
  • Projektplanung eines paralandwirtschaftlichen Projektes
  • Raumplanung und Bewilligungsverfahren

    

Schritt für Schritt von der Idee zum bewilligten Angebot

Die Idee steht aber welche Schritte sind notwendig, damit das Angebot von der Gemeinde bewilligt wird? Damit die Idee nicht nur ein Traum bleibt, finden Sie nachfolgend Schritt für Schritt die nötigen Kontakte und Formulare. Bei Fragen zögern Sie nicht, unser Beratungsteam zu kontaktieren. Wir helfen gerne weiter!

Grundsatzfragen klären
Wer in der Paralandwirtschaft Fuss fassen möchte, sollte im Vorfeld folgende Grundsatzfragen für den Einstieg in den Agrotourismus/Paralandwirtschaft für sich beantworten:

Persönlich

  • Erfüllt mich der Umgang mit Menschen?
  • Bin ich kontaktfreudig?
  • Macht mir der Gedanke, von zu Hause aus arbeiten zu können, Freude?
  • Kann ich mir vorstellen, an Wochenenden zu arbeiten?
  • Kenne ich meine Grenzen und habe ich eine gute Work-Life-Balance?
  • Kann ich nein-sagen?
  • Habe ich evt. bereits Erfahrung oder Grundkenntnisse in der der Gastro-/Hotelleriebranche- und/oder im Verkauf?
  • Bin ich evt. sogar mehrsprachig?
  • Steht mein Umfeld/meine Familie hinter der Idee?
  • Habe ich Kapazität, einen neuen Betriebszweig aufzubauen und möchte ich meinen Arbeitsplatz zu Hause erweitern?

Betrieblich/Räumlich

  • Gibt es auf dem Hofareal leere oder ungenutzte Räume?
  • Ist Mobiliar vorhanden oder kann investiert werden?
  • Ist die Räumliche Abtrennung gegeben? (Privatsphäre)
  • Hat der Hof bereits eine gute Infrastruktur? (ÖV/WLAN/PP/WC /Sanitäre Anlagen…)

Haben Sie bereits viele Fragen mit JA beantwortet? Dann steht dem Prozess zum Einstieg in den Agrotourismus bald nichts mehr im Wege.
Hier finden Sie eine Checkliste und Kontakte, die den Prozess von der Idee bis zum bewilligten Angebot erleichtern:

 

     

Einstieg in die Paralandwirtschaft

    

Möglicher Prozessablauf der Beratung am BBZN

Die Checkliste mit den Kontaktangaben steht Ihnen wie folgt zur Vefügung:

Mehr zum Thema: Arbeitskreise, Erfahrungskreise

      

Mehr zum Thema: Downloads  

     

    


Unsere weiteren Angebote

     

Folgende Broschüren können am BBZN bezogen werden

  • Der Verarbeitungsraum
  • Gesetzliche Grundlagen in der Direktvermarktung
  • Direktvermarktung von Fleisch
  • Brände und Likör für die Direktvermarktung

    

Berechnung des Nährwerts für Etiketten

Anleitung zur Berechnung des Nährwerts
Beispiele Nährwertberechnungen
Nährwertrechner als Excel-Datei

Adresse für Datenbanken mit akzeptierten Daten: www.naehrwertdaten.ch

     

Konfitüre, Gelee und Fruchtaufstrich für die Direktvermarktung

   
Für die Herstellung von Konfitüre, Gelee und ähnlichen Produkten sind die Angaben in der «Verordnung des EDI über Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz» (VLpH) verbindlich. 

Broschüre Konfitüre, Gelee und Fruchtaufstrich für die Direktvermarktung

   


Handbuch Innovative Geschäftsmodelle für den Schweizer Agrotourismus

Das BBZN Schüpfheim und die Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften untersuchten das Potenzial und die Erfolgsfaktoren des Agrotourismus.
Aus den daraus abgeleiteten innovativen Geschäftsmodellen entstand ein Handbuch für die Praktiker. Eine Zielgruppe des Handbuchs sind Bauernfamilien, die agrotouristische Angebote aufbauen oder bestehende neu positionieren wollen. Zudem richtet sich das Handbuch an landwirtschaftliche Beratungsstellen, Bauernverbände, Tourismusorganisationen, Träger der Standort- und Regionalentwicklung, sowie an Behörden auf kommunaler, kantonaler und Bundesebene. Dieser Zielgruppe soll mit den Inhalten und Planungsinstrumenten des Handbuchs ermöglicht werden, den Bauern bei der Umsetzung der neuen Geschäftsmodelle konkrete Unterstützung zu bieten. Damit soll dem Bedürfnis der Landwirte entsprochen werden, administrativ entlastet zu werden.

Teil 1 des Handbuchs befasst sich mit Hintergrundinformationen zum Aufbau der Geschäftsmodelle.
Teil 2 umfasst einen Praxisleitfaden und die dazugehörigen Hilfsmittel für die Konzeption und den Aufbau eines Agrotourismusangebotes.

Handbuch «Innovative Geschäftsmodelle für den Schweizer Agrotourismus»

 

  


Kontakt

Heidy Jenni
BBZN Schüpfheim
041 485 88 48
E-Mail

Marlis Portmann
BBZN Schüpfheim
041 485 88 41
E-Mail