Hintergrund
Die Wasserqualität der Fliessgewässer in der Schweiz hat sich seit den 1970er Jahren bezogen auf die Belastung mit Nährstoffen deutlich verbessert. Eine neue Herausforderung stellen Mikroverunreinigungen wie Biozide (Bsp. Desinfektionsmittel), Pflanzenschutzmittel (PSM), Arzneimittel und andere Chemikalien dar. Mikroverunreinigungen aus der Gruppe der PSM werden regelmässig in Oberflächengewässern und Grundwasser nachgewiesen. Dies widerspricht dem Vorsorgeprinzip und beeinträchtig die Wasserqualität. Die verringerte Wasserqualität wirkt sich negativ auf die Fortpflanzung, Entwicklung und Gesundheit empfindlicher Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen aus. Zur Risikoreduktion von PSM wurde vom Bundesrat 2017 der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel verabschiedet. Die darin erarbeiteten Massnahmen wurden im Kanton Luzern erfolgreich in die Umsetzung gebracht.
Massnahmen
In enger Zusammenarbeit mit der Projektbegleitgruppe, Vertretern aus der Landwirtschaft, Privatwirtschaft, Beratung, Kontrollstellen, Umweltschutz und Behörden im Kanton Luzern, werden etappenweise kantonale Förderungsmassnahme erarbeitet und lanciert, mit welchen die Risiken von Pflanzenschutzmitteln wirkungsvoll und effizient reduziert werden können. Ein zentrales Ziel der kantonalen Massnahmen ist die Wahrung des Produktionspotentials; der Kulturschutz wird nicht eingeschränkt.