Maiswurzelbohrer

Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) stammt aus Nordamerika und ist dort der bedeutendste Schädling auf seiner Hauptwirtspflanze, dem Mais. Die Hauptschäden verursachen die Larven des Käfers, die Maiswurzeln fressen. Adulte ernähren sich von Maisbart und Blättern. In der Schweiz wurde der Maiswurzelbohrer per 2026 aufgrund der weiten Verbreitung von der Liste der Quarantäneorganismen gestrichen. Die Bekämpfung des Schädlings wird neu in der «Verordnung über koordinierte Massnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen der Kulturpflanzen» geregelt.

 


Übergangsjahr 2026

Da die Kommunikation der neuen Regelung sehr spät erfolgt ist, wird für den Kanton Luzern im Jahr 2026 eine Übergangsregelung eingeführt. Die bisherige Ausnahmeregelung bleibt für ein weiteres Jahr bestehen.

  • Das bedeutet: Mais nach Mais ist im Jahr 2026 nochmals gemäss den bisherigen Auflagen (2019–2025) möglich (Ausnahmeregelung 2019–2025).

Neue Regelungen ab 2027

Kanton Luzern wird als Befallsgebiet eingestuft

Im Kanton Luzern werden jährlich an fast allen Monitoring-Standorten Maiswurzelbohrer gefangen. Anzahl und Verteilung hängen von den Witterungsbedingungen und Populationsschwankungen ab. Viele Käfer fliegen aus dem Norden ein, je nach Regionen werden sich aufgrund der Ausnahmeregelung kleinere Populationen über die letzten Jahre etabliert haben, trotzdem sind keine Schäden oder Meldungen seit Beginn der Ausnahmebewilligung für den Kanton Luzern bekannt geworden.

  • Aufgrund der wiederkehrenden Fänge wird der Kanton Luzern somit als Befallsgebiet eingestuft.

Fruchtfolgeregelung bezüglich Maiswurzelbohrer

Auf den Vorgaben der neuen Verordnung (Verordnung über koordinierte Massnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen der Kulturen - S. 68 - BR10) ist ab dem 01. Januar 2027 Mais nach Mais nur noch möglich,

  • wenn im Vorjahr Wiese als Vorkultur angebaut wurde,
  • wenn die Wiese als Hauptkultur ausgewiesen war (z. B. 2025 Wiese – 2026 Mais – 2027 Mais), oder als Zwischenfutter nach einer früh geernteten Hauptkultur angelegt wurde (z. B. 2025 Getreide – anschliessend Zwischenfutter – 2026 Mais – 2027 Mais),
  • und wenn die Parzelle in einer Region liegt, in der die Zahl von 250 Käfern pro Falle nicht überschritten wurde.

Da das Auftreten von Maiswurzelbohrer sehr schwankend ist, muss die Situation jedes Jahr aufs Neue beurteilt werden. Dies bedarf weiterhin ein jährliches Monitoring des Pflanzenschutzdienstes von Mitte Juni bis Mitte September. Es wird jeweils nach Abschluss des Monitorings über die Fallenfänge und den Entscheid zum Anbau von Mais nach Mais informiert.

weitere Informationen

Maiswurzelbohrer (Agroscope)

Kontakt

Mario Kurmann
BBZN Hohenrain
041 228 30 89
079 722 68 95
E-Mail