Fokus Integration

Die fremdsprachigen Lernenden werden mit Unterricht in Deutsch und Allgemeinbildung auf die berufliche Integration in der Schweiz vorbereitet. 

Häufig gestellte Fragen

  • Wann werde ich im Integrationsangebot (IBA) am Zentrum für Brückenangebote des Kantons Luzern (ZBA) aufgenommen?
    Das ZBA nimmt Jugendliche und junge Erwachsene am ZBA auf, die das Potential haben, eine EBA- oder eine EFZ-Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Dazu muss der Kandidat/die Kandidatin in Deutsch das Niveau A2 nach GER abgeschlossen haben, Grundkenntnisse in Mathematik mitbringen und über gute Schlüsselkompetenzen (Selbst- und Sozialkompetenzen) verfügen. Die Kandidaten und Kandidatinnen dürfen bei der Anmeldung nicht älter als 25 Jahre alt sein. Zudem dürfen sie maximal 4 Jahre in der Schweiz sein und es ist wichtig, dass sie sich bewusst sind, dass sie bis zum Abschluss einer Ausbildung rund 4-5 Jahre in die Ausbildung investieren müssen.
  • Wie lange bleibe ich in der Regel am IBA (Integrationsbrückenangebot) des ZBA?

    Grundsätzlich besuchen die Lernenden ein sogenanntes Basisjahr (IBA B). In diesem ersten IBA – Jahr besuchen die Lernenden 5 Tage den Unterricht in verschiedenen Fächern mit dem Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache (DAZ). Zeigen die Lernenden im Laufe dieses Jahres gute schulische Leistungen, einen sichtbaren Lernzuwachs und gute Schlüsselkompetenzen können die Lernenden für ein sogenanntes Aufbaujahr (IBA A) eingeteilt werden. Im zweiten Schuljahr besuchen die Lernenden an drei Tagen den Unterricht und absolvieren an 2 Tagen ein Praktikum.
    Sofern notwendig und zielführend im Hinblick auf eine Ausbildung, kann ein drittes Schuljahr am ZBA absolviert werden (im Fokus Praxis oder im Fokus Unterricht).

  • Wie viele Unterrichtsstunden besuche ich im IBA in der Woche?

    Die Lernenden haben im ersten Jahr am ZBA zwischen 30 und 34 Unterrichtslektionen pro Woche. Das sind durchschnittlich 6 Lektionen pro Tag. Darüber hinaus müssen sie Hausaufgaben erledigen, wobei ca. eine Stunde für Hausaufgaben pro Tag veranschlagt wird. 
    Im zweiten Jahr muss an zwei Tagen pro Woche ein Praktikum besucht werden und an den drei Unterrichtstagen haben die Lernenden ca. 24 Lektionen, was durchschnittlich 8 Lektionen am Tag sind.

  • Welche Unterrichtsfächer werde ich besuchen können?

    Folgende Fächer werden im IBA unterrichtet:
    Deutsch als Zweitsprache (DAZ) , Mathematik, Informatik, Gesellschaftskunde, Persönlichkeit-Lernstrategie-Berufswelt, Sport, Arbeit und Haushalt sowie Technisches Gestalten.

  • Wie werde ich am IBA unterstützt?

    Neben der fachlichen Unterstützung im Unterricht ist für jede Lernende/jeden Lernenden am ZBA eine fallführende Klassenlehrperson verantwortlich. Die Klassenlehrperson begleitet die Lernenden im Rahmen von Coachinggesprächen.
    Das Coaching findet einzeln oder in Gruppen statt. Die Lernenden werden beim Lernen und in der Berufswahl unterstützt. Im Coaching können bei Bedarf auch persönliche Themen angesprochen werden. Die Klassenlehrperson bespricht mit den Lernenden, wer für diese Themen zuständig ist und an wen sie sich wenden können. Am ZBA intern stehen dafür Sozialberatungspersonen zur Verfügung.
    Die Klassenlehrpersonen sind während dem Schuljahr im Austausch mit den zuständigen Sozialarbeitenden der Dienststelle für Asyl- und Flüchtlingswesen bzw. mit den Erziehungsberechtigten der Lernenden.

  • Welche technischen Hilfsmittel sollte ich am IBA mitbringen?
    Die Lernenden müssen bereits ab dem ersten Jahr Firmen telefonisch kontaktieren. Daher ist ein Handy mit entsprechendem Abo notwendig. Spätestens ab dem zweiten Jahr wird ein PC-Arbeitsplatz mit entsprechender Internetverbindung zu Hause empfohlen. Dies insbesondere auch im Hinblick auf die Vorbereitung auf die Anforderungen an den Berufsschulen.
  • Kann ich das IBA-Jahr abbrechen und vorzeitig austreten?
    Beim Eintritt ins IBA unterschreiben die Lernenden einen Vertrag, der sie verpflichtet, das ganze Schuljahr zu absolvieren. Bei einem Austritt stehen die Unterstützungsangebote des ZBA nicht mehr zur Verfügung und die Lernenden müssen sich selbständig um eine berufliche Integration bemühen. 
  • Kann ich meinen Traumberuf erlernen?
    Bei der beruflichen Integration ist es wichtig, dass das Potential der/des Lernenden mit den Anforderungen des gewählten Berufes übereinstimmen. Falls dies nicht der Fall ist, müssen die Lernenden Offenheit für andere Berufe oder ein anderes Ausbildungsniveau zeigen. Das Ziel ist ein erfolgreicher Abschluss einer Berufslehre. Falls dies gelingt, sind im Schweizer Bildungssystem danach weitere Ausbildungen möglich. 
  • Kann ich im IBA mein gewohntes Verhalten im Rahmen meiner herkömmlichen Kultur und Religion leben?

    Die Lernenden am ZBA sollen sich gut weiterentwickeln können und dabei ihrer Persönlichkeit gerecht werden. Allerdings gibt es am ZBA Regeln, die eingehalten werden müssen. Falls sich ein/e Lernende/r nicht sicher ist, was sie/er am ZBA machen darf und was nicht, kann sie/er sich jederzeit bei der fallführenden Klassenlehrperson erkundigen.

  • Was muss ich sonst noch wissen?
    Die Lernenden sollten in einer Wohnung leben, in welcher sie einen ruhigen Ort zum Lernen haben, genügend schlafen können, sich gesund ernähren und eine angemessene Freizeitgestaltung pflegen können. Es ist hilfreich, wenn Mitbewohnende in einer ähnlichen Lebenssituation sind und auch über eine klare Tagesstruktur verfügen.